Zuchtstandard Türkischer Asil
Arbeitsstandard
Es freut mich hier den "Arbeitsstandard" des Türkischer Asil (ehemals Hint) mit der Genehmigung der Vorsitzenden der Geflügel- Standardkommission in der Türkischen Kleintierefederation TSHF Online stellen zu können.
Sonja Carter
TSHF Standardkommission Vorsitzende
Mitglied der EE Standardkommission Geflügel
Info:
Das Anerkennungsverfahren in der Türkei gemäß EE Regelung dauert 3 Jahre und wird zuerst nur in einem Farbenschlag gemacht (Wildfarbig) Danach wird der Antrag für Aufnahme in die EE gestellt. Auf diese Weise wurde bereits das türkische Zwerghuhn İspenç (in weiß) erfolgreich zur Anerkennung und Aufnahme in die EE gebracht.
Auf meine Frage, was ein Arbeitsstandard sei, schrieb mir Frau Carter folgende Info:
Beim Arbeitsstandard können noch Details geändert werden während des Anerkennungsverfahrens. Sobald die Rasse von der EE anerkannt ist, kann das Ursprungsland nur noch mit Einverständnis der EE Standardkommission Änderungen vornehmen.
Stand 13.03.2026
Türkischer Asil Arbeitsstandard 8.9.2025 Türk Asil
Herkunft: Wird in der Türkei seit vielen Jahren wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, Hartnäckigkeit und Brutlust gezüchtet.
Bedeutung: Mit ihrer Widerstandsfähigkeit, dem störrischen und wagemutigen Charakter ist die Rasse für sportliche Zwecke zum Favoriten von Züchtern geworden, da sie alle ihre kämpferischen Eigenschaften bewahrt hat.
Gesamteindruck: Mittelgroße, sehr muskulöse und bewegliche Rasse mit leicht aufgerichteter Haltung. Typische Merkmale einer Kämpferrasse mit grimmigem Blick, der an einen Raubvogel erinnert. Knappes und anliegendes Gefieder.
Rassenmerkmale Hahn:
Rumpf: Breit und mittellang, ziemlich aufrecht getragen, von den Schultern bis zum Sattel nach hinten verjüngend. Der Hinterkopf und die Zehenspitzen sind auf einer senkrechten Linie.
Hals: Kürzer als der Rumpf, oben zum Körper hin gebogen; Halsbehang kurz, darf nicht bis zu den Schultern reichen.
Rücken: Mittellang; breit; gerade, aber leicht gerundet wird auch toleriert.
Schultern: Eckig hervortretend; nach oben abstehend.
Flügel: Mittellang; parallel zum Rücken getragen; kürzer als der Rumpf; anliegend getragen; breit.
Sattel: Mittellang befiedert, in der Länge die Schwanzspitze nicht überragend.
Schwanz: Mittelbreit, wenig offen getragen; parallel zum Boden getragen, so dass er mit dem Rücken einen stumpfen Winkel bildet.
Brust: Breit und muskulös, leicht gerundet, das nackte Brustbein hervorstehend. Brustbein leicht mit Federn bedeckt wird toleriert.
Bauch: Eingezogen, wenig entwickelt.
Kopf: Schmaler als der Hals; runder gewölbter Schädel; der Übergang vom Nacken zum Hals abgesetzt.
Gesicht: Rot; gut entwickelte Gesichtsmuskulatur und vorstehende Augenbrauen.
Kamm: Grober Erbsenkamm.
Kehllappen: Fehlend oder sehr unscheinbar; Am Hals sollte die nackte rote Haut, die sich bis zum oberen Hals hochzieht, deutlich zu erkennen sein.
Ohrlappen: Klein, rot.
Augen: Perlgrau bis gelb, bei Jungtieren bis gelb-orange toleriert; tiefliegend; finsterer Blick; nicht in der Kopfmitte, sondern ein wenig dahinter.
Schnabel: Sehr kräftig, breit; gut gebogen; gelb bis hornfarbig.
Schenkel: Über mittellang, länger als die Läufe; muskulös; kurz befiedert; Haut kann sichtbar sein; vom Rumpf abgesetzt; in den Fersen nach hinten geknickt.
Läufe: Über mittellang; etwas kürzer als die Schenkel; sehr kräftig; kräftige und scharfe Sporen; je nach Farbenschlag satt gelb bis weidengrün. Dunkler Anflug wird toleriert
Zehen: Kurz; gut gespreizt; kräftig; kräftige Krallen und gut auf dem Boden aufgesetzte Hinterzehen.
Gefieder: Kurz und anliegend. Wenig abgebrochene Federn und unbefiederte Stellen werden toleriert.
Rassenmerkmale Henne
Im Vergleich zum Hahn kleiner, die Haltung ist horizontaler. Die Lauffarbe ist dunkler; das Hinterteil ist stärker entwickelt; Sporenbildung bei Hennen erlaubt.
Grobe Fehler:
Schmaler oder waagerecht getragener Körper; kleine Statur; kurzer Hals; stark gewölbter Rücken; nicht hervortretende Schultern; Schwanz zu hoch oder zum Boden hin nach unten getragen; sehr langer schmaler Kopf; schmaler Schnabel; nicht hervortretende Schenkel; dünne Laufe; sehr lange Zehen.
Gewicht: Hahn 2.8-3.5 kg, Henne 2.4- 3.0 kg
Legeleistung: 70 (Aufgrund der starken Brutlust legt die Henne nur bis zu 13 Eier und beginnt zu brüten)
Bruteier Mindestgewicht: 45g
Schalenfarbe der Eier: hellgelb bis braun
Ringgrössen: Hahn 22, Henne 20
Farbenschläge: Wildfarbig (im Anerkennungsverfahren 2025)
Gold-weizenfarbig
Schwarz, Weiss