Die Geschichte des Hinthoroz

 

Die Geschichte des Hint Horoz, der auch türkischer Kämpfer genannt wird, ist eng mit der des türkischen Volkes verbunden. Die Türkei mit ihrer faszinierenden Kultur hat eine bewegte Vergangenheit von weit mehr als 4000 Jahren.

 

Die Wiege der turkstämmigen Völker liegt in der Altairegion (Zentralasien), in der heutigen Mongolei. Schon vor Beginn der christlichen Zeitrechnung lebten mächtige Völker in den Steppen- und Wüstengebieten im Norden und Nordwesten Chinas. Aus diesen Gebieten brachen immer wieder einzelne turkstämmige Völker Richtung Westen auf. Sie gründeten verschiedene Reiche, eines davon war das frühtürkische muslimische Reich Ghaznawiden (türkisch: Gazneliler).

 

                                                                        Ausdehnung der Großseldschuken

Großseldschuken, Ghasnawiden

 

Ghaznawiden war eine turkstämmige Dynastie (977 – 1186) in Khorasan (eine historische Region in Zentralasien, im heutigen Gebiet der Staaten Iran, Afghanistan, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan). Hauptstadt und Namensgeber dieser Dynastie war die Stadt Ghazna im heutigen Afghanistan. Die Ghaznawiden besaßen die Kontrolle über die wichtigen Handelswege, die den Iran und Mittelasien mit Indien verbanden. Ausgedehnte Feldzüge nach Indien brachten den Ghaznawiden vor allem im 11. Jahrhundert. unermesslichen Reichtum. Spätestens ab diesem Zeitpunkt kamen die Turkvölker mit den verschiedenen indischen Asil in Berührung. Auf den Feldzügen, die meist westwärts führten, wurden die erworbenen Tiere mitgeführt. Es ist anzunehmen, dass sich die Turkvölker als Eroberer immer die besten Tiere aneigneten.

Von den Wanderungen und Feldzügen der Turkvölker wurden die verschiedensten orientalischen Kämpferschläge, die sich immer wieder untereinander vermischten, mitgebracht.

 

A.K. Temel, A. Haller

 

Kanne mit Hahnenkopf

                Beschreibung


 

Nachtrag

Es wird davon ausgegangen das „reine“ Hints keine reine Asil sind, sondern Kampfhybriden mit noch ca. 70% Asilblut, da der urtümliche Asil mit allen möglichen unterschiedlichen Kampfhuhnrassen in Berührung kam. Bei der Zucht meiner Hint habe ich persönlich bei der Nachzucht auf typische Asilmerkmale (Perlauge, Beinfarbe, kurzer kräftiger Schnabel, Erbsenkamm, fehlende Kehllappen, einen kompakten muskulösen Körper, etc.) geachtet. Besonders die Kehllappen waren Anfangs immer wieder ein Problem.

 

Bei Haustieren, wie auch bei Hühnern lässt sich die Herkunft, Rassezugehörigkeit und genetische Vielfalt nur durch eine Genanalyse bestimmen. Moderne molekulargenetische Methoden würden es erlauben, das Erbgut zu untersuchen und Rückschlüsse auf die Abstammung zu ziehen.

Solange dies nicht geschieht ist einiges hypothetisch  auch wenn vieles schlüssig erscheint.

 

Andi Haller