Herstellung und Bedienung der Lughofer-Kachelofen-Schirmglucke
Die in der Zeichnung angegebenen Maße sind, da jahrelang erprobt, einzuhalten. Alte Ofenkacheln lassen sich verwenden, dagegen muss die Ofentüre neu und aus Gusseisen sein. Die Aschentüre kann aus Eisenblech angefertigt werden, muss jedoch dicht schließen. Weder Aschen- noch Ofentüre dürfen eine Luftzuführungsöffnung, auch keine regulierbare, besitzen.
Der Ofen ist 2 Kacheln hoch und 2 ½ Kacheln lang. Das Eisengestell kann jeder Schmied herstellen. Der Boden des Eisengestells wird etwa 3 cm stark ausbetoniert und durch zwei 6—8 mm starke, querliegende Eisenstäbchen gesichert (Eisenbeton). Die untere Reihe Kacheln sowie die Aschentüre werden draufgesetzt und mit Lehm gut abgedichtet.
Die Aschentüre ist etwa 23 cm lang, der Aschenraum darf nicht breiter als die Aschentüre sein. Der Zwischenraum von Kacheln und Aschebehälter ist bis zur Aschentürhöhe an beiden Seiten und an der Rückwand mit einer
Mischung von Ziegelsplitt und Hafnerlehm abzudichten. Der Rost wird nun der Länge nach daraufgelegt und rundum in Roststärke gut mit Lehm ausgestrichen. Auf den Rost setzt man die fest schließende Ofentüre. Die zweite Reihe Kacheln wird aufgesetzt und gut mit Lehm ausgestrichen. Sollte die zweite Kachelreihe das Eisengestell übertragen, so können sie mit einer alten Holzsäge passend zugeschnitten werden. An die Kacheln der Rück- und Seitenwände des Feuerraumes werden zur Verstärkung 2 cm breite und 22 cm hohe Schamottesteine mit Lehm gut angesetzt. Zum oberen Abschluß des Feuerraumes wird ebenfalls eine Schamotteplatte aufgelegt. Sie müssen dicht aufliegen und mit Lehm gut abgedichtet werden.
Auf die Feuerraumdecke wird dicht an die Rückwand ein etwa 6 cm starker Ziegelstein aufgesetzt, damit die erwärmte Luft an der Seiten- und Vorderwand entlang zum Abzugsrohr streicht. Die vorhandenen Ecken sind mit einem Lehmstrich abzurunden, so daß ein runder Abzugskanal von 8—10 cm Durchmesser entsteht. Nun wird der Ofen mit Dachziegeln, bei denen vorher auf der rechten Seite ein 8 cm großes Loch für das Abzugsrohr eingeschlagen ist, abgedeckt. Auf diese Decke gibt man noch eine etwa 3—4 cm starke Lehmschicht. Das Loch für den Kamin muß natürlich freibleiben. Er wird aus Blech hergestellt.
Der viereckige Schirm ist aus verzinktem Blech, 1,40 m mal 1,40 m groß und zum Hochziehen eingerichtet. Er fängt die Ofenwärme auf und gibt den Küken die Möglichkeit zum Unterschlüpfen. Eine verschließbare Öffnung im Schirm (30X50 cm) ermöglicht Kohlen nachzulegen, ohne die Küken zu stören (siehe Abb. 2).



