Die verschieden Hintschläge
Von ABDÜLKADIR TEMEL
In der Türkei gibt es regionale Hintschläge, die sich teilweise sehr ähneln. Sie sind bezüglich ihres Typus homogener als manche der anerkannte Rassen.
Den Türkischen Kämpfer kann man in drei Gruppen einteilen:
1.: den Reinen Hint, also Asil Hint
Im Aussehen steht er dem Shamo nahe, es gibt jedoch für den Kenner genügend Unterschiede. Der Hals ist z.B. nicht so überlang wie beim Shamo, die Oberschenkel .Augenwülste und Stirnplatte sind breit und ergeben dadurch einen Raubvogelhaften Ausdruck.
2.: Kämpfer
In der Türkei wird diese Variante nicht Hint, sondern nur Kämpfer genannt, das heißt, es sind diverse Landschläge vom Hint. Die Bauern können sich den reinen Hint nicht leisten oder haben mal einen Originalhahn mit minderwertigen Hinthennen gekreuzt. Diese Kämpfer können verschieden aussehen, sie sind jedoch meist leichter als der Hint und haben einen steileren Winkel am Schwanz. Es gibt auch ganz schwere Typen, wie etwa ein Inder mit längeren Beinen, jedoch sind diese Tiere nur Kopfkämpfer. Dieser Kämpfer kämpft sehr gut und gewinnt sogar oftmals gegen einen reinen Hint. Er kämpft viel schneller als der Hint, besitzt jedoch nicht dessen Ausdauer. Falls der Hint in der ersten halben Stunde nicht wegläuft oder resigniert, so gewinnt er am Ende. Den Kämpfer gibt es in allen möglichen Farbvariationen, er hat ein etwas längeres Gefieder und einen schmaleren Kopf, ansonsten ist er mit dem Hint identisch.
3.: Kreuzungen zwischen dem Hint und europäischen Rassen.
Die dritte Variante ist durch die türkischen Gastarbeiter entstanden, diese brachten fremdländische Kämpfer aus Europa, wie z.B. den Shamo, Malaie, Belgische- und Spanische Kämpfer mit in ihre Heimat. Diese Rassen wurden dann mit dem Hint gekreuzt, am häufigsten mit Shamo.
Ausführliche Infos zu diesem Thema gibt es in dem Buch "Hint Horoz" von Abdülkadir Temel und Andi Haller, ISBN 978-3-8334-7105-6
